Heilige Haine, heilige Wälder

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Wir wissen, daß der Wald den meisten Völkern als etwas Heiliges galt und sie ihn scheu verehrten; aber auch, daß Hochkulturen des Altertums sich u. a. dadurch auszeichneten, daß trotz einer in Teilen weiterbestehenden traditionellen Verehrung rigorose und flächendeckende Abholzung das Bild der Landschaft bestimmte. Außerhalb der Hochkulturen, wo noch keine »aufgeklärteren« Formen von Religion den engen Zusammenhang zwischen »göttlicher Natur« und Mensch zersetzten, hielt sich die Verehrung von Baum und Wald offensichtlich stärker. Mythen und Märchen beweisen, daß dabei der dichte Wald bereits früh das symbolisierte, was die Psychologie heute das Unterbewußtsein nennt.

Was aber bedeutete der gestaltete Hain inmitten des Waldes? Warum drohten demjenigen drakonische Strafen und Ausschluß aus der Gesellschaft, der den »Gottesfrieden« solcher Bezirke störte oder gar an Bäumen frevelte, die den Mittelpunkt des Heiligtums oder dessen Grenzen markierten? Was trieb man in solchen sakralen Bezirken, in heiligen Hainen und Einfriedungen? Welchem »Numinosen« konnte man dort begegnen? Was den Autoren aber noch wichtiger ist: Was ist heute aus solchen Einrichtungen geworden? Gibt es sie noch, und hat die Heiligkeit ihnen dann etwas genutzt? Oder schlängelt sich der unerbittliche Drache der Autobahn hindurch, gebaut für unsere heiligen Autos? Graben dort noch Wildschweine nach Eicheln oder gaben Götter grünes Licht für den Ausbau eines Großflughafens? Haben geschützte Natur- und Landschaftsgebiete die Nachfolge heiliger Wälder, Auen und Haine angetreten? Welche Rolle spielen unsere letzten Urwälder? Bieten Sie ein Beispiel dafür, daß die Natur ohne jegliche Eingriffe des Menschen eine heilere Welt schafft? Oder braucht Natur den Eingriff des Menschen für eine Höherentwicklung, wie viele glauben? Und können wir einen Ausblick auf die Zukunft wagen?

"Menschwerdung ist der Moment, da uns das große Staunen überkommt,das ehrfürchtige Erschauern angesichts eines gewaltigen Sternenkosmos oder des Sich-Öffnens einer Blüte. Der Baum ist das Bindglied zwischen dem Weltall, dem Leben auf der Erde und dem Kosmos in uns Menschen. Etwas von diesem Numinosenanhand vieler alter und neuer heiliger Haine und Wälder wiedersichtbar und erfahrbar zu machen, ist Anliegen dieses kulturgeschichtlichen Reiseführers."

Wolfgang Bauer/ Sergius Golowin/ herman de vries/ Clemens Zerling
Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 304 Seiten mit vielen Fotos + 32 Farbtafeln
8,95 € (D)/ 9,30 € (A)/ CHF (UVP) 13,50


Prolit Nummer 221.00064
Seitenzahl 272
Verlag Neue Erde
Ausstattung Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum 2005
ISBN 978-3-89060-064-2

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